Fachlich überarbeitet · BGW
Sicherheitsunterweisung für Friseur & Kosmetik
Im Salon müssen Produktgebrauch, Hand- und Hautschutz, hygienische Werkzeugaufbereitung sowie ergonomische Arbeitsweise gemeinsam, aber betriebsspezifisch unterwiesen werden.
Such- und Arbeitsintention: Salonunterweisung für Hautschutz, Produkte, Hygiene und Ergonomie vorbereiten.
Was diese Seite eigenständig beantwortet
Eigener Mehrwert entsteht durch Feuchtarbeit, direkten Kundenkontakt und kosmetische beziehungsweise färbende Produkte.
Praxisbeispiel aus dem Arbeitsablauf
Das Team ordnet Handschuhe und Hautschutz den tatsächlichen Produkten zu, zeigt die Werkzeugaufbereitung und legt den Meldeweg bei Hautreaktionen oder Produktkontakt fest.
Betriebliche Prüfpunkte
- Produktliste und Sicherheitsinformationen bereithalten
- Hautschutz- und Handschuhwechsel festlegen
- Rein- und Unreinabläufe erklären
- Beschwerden und Zwischenfälle eindeutig melden
Zugeordnete Fachmodule
- Hygiene bei Friseur- und Kosmetikleistungen
Händehygiene, Instrumentenaufbereitung und sicherer Umgang mit möglichem Blutkontakt.
- Färbe-, Blondier- und Kosmetikprodukte
Produkte sicher ansetzen, anwenden und lagern sowie Haut- und Staubkontakt begrenzen.
- Hautschutz und Feuchtarbeit
Hautkontakt reduzieren und Hautschutz-, Reinigungs- und Pflegeplan richtig anwenden.
- Lasten sicher heben, tragen und bewegen
Auswahl von Hilfsmitteln, Teamarbeit und körpergerechtes Bewegen manueller Lasten.
Tätigkeiten und Gefährdungen im Zusammenhang
Tätigkeiten
- Sanitärräume reinigen
Toiletten und Waschbereiche hygienisch aufbereiten
Gefährdungen
- Reinigungs- und Desinfektionsmittel
Gefahrstoffgefährdungen entstehen durch Einatmen, Verschlucken, Haut- oder Augenkontakt mit gefährlichen Stoffen, Gemischen, Stäuben oder Dämpfen. Reinigungs- und Desinfektionsmittel bezeichnet die konkrete Ausprägung beim Dosieren, Sprühen und bei Feuchtarbeit.
- Langes Sitzen
Ergonomische Gefährdungen entstehen, wenn körperliche Anforderungen, Arbeitsmittel und Umgebung nicht menschengerecht aufeinander abgestimmt sind. Langes Sitzen bezeichnet die konkrete Ausprägung an Bildschirm-, Fahr- und Überwachungsarbeitsplätzen.
- Repetitive Hand-Arm-Arbeit
Ergonomische Gefährdungen entstehen, wenn körperliche Anforderungen, Arbeitsmittel und Umgebung nicht menschengerecht aufeinander abgestimmt sind. Repetitive Hand-Arm-Arbeit bezeichnet die konkrete Ausprägung bei Montage, Verpackung, Kasse und Dateneingabe.
Primärquellen und fachliche Grundlagen
- Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Grundpflichten, Gefährdungsbeurteilung, Dokumentation, Unterweisung und Verantwortliche · geprüft 2026-08-17
- DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) · Präventionspflichten, Unterweisung, Erste Hilfe und Organisation · geprüft 2026-08-17
- Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Gefährdungsbeurteilung, Substitution, Verzeichnis und Schutzmaßnahmen bei Gefahrstoffen · geprüft 2026-08-17
- TRGS 401 Gefährdung durch Hautkontakt
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) · Ermittlung, Beurteilung und Maßnahmen bei Hautgefährdung und Feuchtarbeit · geprüft 2026-08-17